Die Bearbeitung


Nachdem der Baum am Wachplatz auf Holzböcken gelagert und ausgerichtet worden ist, wird er gründlich gehobelt. Mit Hilfe langer Streifen eines Schleifpapiers werden letzte Unebenheiten glattgeschliffen. Wichtig ist insbesondere, dass der Baum im unteren Teil die richtigen Maße erhält, damit er beim Aufstellen in die vorhergesehene Aufnahme passt.

Danach wird der Baum mit einem Fäulinspräparat eingelassen, bevor die weiße Grundierung mehrfach aufgetragen wird. Die blaue Farbe folgt dann erst nach dem sogenannten „Aufreißen“ des Baumes. Anhand des Umfangs und der Länge des Baumes wird berechnet, wie die Rauten und die Windung aufgebracht werden müssen, damit zum Schluss auch die Proportionen des Anstrichs stimmen.

Wichtig ist zunächst die Ermittlung der Mittelachse des Baumes. Die Hälfte des Maßes zwischen zwei links und rechts vom Baum ins Wasser gebrachten Wasserwaagen ist die Mitte des Baumes. Für die Rauten wird der Baumumfangermittelt und durch 10 geteilt, wodurch man 10 Rauten nebeneinander erhält. Dies wird im Abstand von etwa einen halben Meter insgesamt vier Mal nach oben hin wiederholt. Die Schnittpunkte der Rauten werden zuerst mit kleinen Nägeln markiert, danach werden die Rauten abgeklebt und der blaue Anstrich kann beginnen.

Für die Windung wird der Umfang des Baumes für jede volle Windung ermittelt, wobei das doppelte Maß jeweils eine Windung ist. Die einzelnen Punkte werden mit Nägeln markiert und mit einer Schnur fixiert. Um einen optisch schlanken Maibaum zu erhalten, kann das Maß für die Windung ein wenig verlängert werden, was aber von der Dicke und Länge des Baumes abhängig ist und ein Geheimnis des Maibaumteams bleibt. 

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